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Virbac Österreich GmbH

Staupe
eine gefürchtete Erkrankung mit vielen Gesichtern

Die Staupe wird durch ein Virus verursacht, das mit dem meschlichen Masernvirus verwandt ist. Die Ansteckung erfolgt meist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder der Kleidung. Eine Infektion durch Kontakt mit Wildtieren (z.B. Marder oder Fuchs) ist selten, aber möglich. 

Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber sowie oft mit Augen-und Nasenausfluss. Nach dem unterschiedlichen Vermehrungsort der Viren unterscheidet man drei Hauptverlaufsformen, die ineinander übergehen können. Bei der Darmstaupe leiden Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen. Bei der Lungenform werden hauptsächlich Husten, Nasenausfluss und Lungenentzündungen beobachtet. Die Nervenstaupe ist durch Krämpfe und Lähmungen charakterisiert, die durch eine durch eine Entzündung des zentralnervensystems entstehen.

Kleinere Epidemien, v.a. in den Großstädten weisen darauf hin, dass deutlich weniger als 70 % der Hunde einen Impfschutz haben und die Schutzrate sich damit an der Grenze der Belastbarkeit befindet, weswegen ein guter Impfschutz besonders wichtig ist.*
*Quelle: Impfleitlinien der Ständigen Impfkommission

Die Infektion endet sehr häufig tödlich. Überlebende Tiere können lebenslange Schäden zurückbehalten.

Hepatitis
Ansteckende LeberentzündungHepatitis - Ansteckende Leberentzündung

Nicht weniger gefährlich als das Staupevirus ist das der ansteckenden Leberentzündung, die der Tierarzt Hepatitis conagiosa canis oder H.c.c. nennt.
Das Virus wird über den Urin und den Kot ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Hund zu Hund oder indirekt über die Ausscheidungen. Das Krankheitsbild der H.c.c. wird durch die Schädigung der Zielzellen bestimmt. Dies sind vor allem Leberzellen und die Blutgefäße der Nieren. Im Laufe der Erkrankung kommt es zur Infektion dieser Zellen und zu Symptomen einer Leberschädigung wie Gelbsucht und Durchfall. Nach Infektion der Niren wird das Virus monatelang mit dem Urin ausgeschieden. 

Die ansteckende Leberentzündung des Hundes ist durch konsequente Impfung in den letzten Jahrzenten sehr selten geworden. 

Viele Jungtiere überleben diese Erkrankung nicht.

 

Parvovirose
Erbrechen und Durchfall kennzeichnen diese oft tödlich verlaufende Erkrankung

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Diese Parvoviren sind ein Beispiel für ein in letzter Zeit neu entstandenes Virus.
Da die Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt ansteckungsfähig bleiben, werden die sehr kleinen Viren nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und auch Gegenstände, sowie über den Hundekot übertragen.

Die Erkrankung kann sehr rasch verlaufen und innerhalb wniger Stunden zum Tod durch starken Flüssigkeitsverlust führen. Dieser Flüssigkeitsverlust entsteht v.a. durch die oft vollständige Zerstörung der Darmschleimhaut, die den Durchfall hervorruft.

Zwingerhusten
Eine sehr ansteckende Erkrankung mit unterschiedlichen Erregern

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h. mehrere ungünstige Ursachen tragen zum Ausbruch der Erkrankung bei: Zum einen sind dies verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und Parainfluenzaviren. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Zugluft. Ferner wird der Zwingerhusten durch eine intensive Hundehaltung mit hoher Besatzdichte begünstigt. Die geschwächten oder gestressten Tiere stecken sich gegenseitig durch direkten Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang, in der Hundeschule oder auf Ausstellungen.

Die Erkrankung fängt meist mit klarem Augen- und Nasenausfluss und quälendem trockenen Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis zur Lungenentzündung.

Selten tödlich, doch meist folgenschwer.
 

Leptospirose
Die Erreger lauern auch in Teichen, Tümpeln und Wassergräben

Die Erreger dieser gefährlichen Erkrankung gehören zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen krankmachend. Hunde, Mäuse, aber vor allem die zunehmende Rattenpopulation, gelten als Ansteckungsquellen durch die Ausscheidung des Bakteriums mit dem Urin. Mit Leptospiren verschmutzte Teiche, Pfützen, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium, das über Hautwunden und sogar die intakte Schleimhaut eindringen kann. Auch wenn nicht gegen alle Leptospirenarten geimpft werden kann, ist vor allem bei häufigem Kontakt mit den Ansteckungsquellen ein Impfschutz wichtig.

Bei der Leptospirose stellen neben Fieber v.a. Leber- und Nierenfunktionsstörungen die Hauptsymptome dar, da diese Organe von den Bakterien befallen werden. Die Krankheit kommt bei Hunden jeden Alters vor, junge Hunde erkranken aber am schwersten. 

Tollwut
Die Impfung Ihres Hundes schützt auch Sie

Tollwut ist bis heute eine nicht therapierbare Infektion, die für Mensch und Tier nach Ausbruch der Symptome tödlich endet. Das Tollwutvirus wird bei unseren Haustieren fast auschließlich durch den Biss infizierter Füchse mit dem Speichel übertragen. Das Virus wandert entlang der Nervenbahnen zum zentralen Nervensystem und breitet sich von dort erneut entlang der Nervenbahnen über den gesamten Körper aus. 

Symptome können Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen sein, die schließlich zum Tod führen. Auch wenn Österreich nach Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit als tollwutfrei gilt, empfiehlt die Ständige Impfkommission alle Hunde gegen Tollwut zu impfen. 

 

Achtung! 
Auch wenn in Österreich nach der Tollwut-Verordnung keine Impfpflicht besteht, sollten Hunde grundsätzlich unter einem dauerhaften Impfschutz stehen. 

Borreliose 
Für viele Hunde ist eine Impfung sinnvoll

Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung bei Hund und Mensch. Da Österreich als ein Gebiet mit einer großern Erkrankungshäufigkeit angesehen wird und fast jede 5. Zecke mit Borrelien infiziert ist, sind Schutzmaßnahmen gegen diese Erkrankung beim Hund wichtig. Zu diesen gehören neben den Spot-on Präparaten auch eine Impfung, besonders, wenn Ihr Schützling draußen viel unterwegs ist. 

Neben Fieber und Appetitlosigkeit sind vor allem Gelenksentzündungen und Lahmheiten die Hauptsymptome einer Borrelioseerkrankung beim Hund. 

 

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Leishmaniose
Eine gefährliche Reiseerkrankung

Die Leishmaniose ist nach der Malaria beim Menschen und der Dirofilariose beim Hund die häufigste durch Vektoren übertragene Erkrankung. Als Überträger (Vektor) fungiert eine bestimmte Sandmückenart. Die Leishmaniose als Reiseerkrankung kommt in allen Regionen des Mittelmeerraumes, in Teilen Asiens sowie in Mittel- und Südamerika vor. Der Erreger ist kein Bakterium oder Virus sondern ein Parasit, der in zwei Formen auftreten kann: Einer beweglichen Form im Überträger, der Sandmücke und einer unbeweglichen Form im Wirt, dem Hund oder Mensch.

Der Hund erkrankt an der Leishmaniose oft mit unterschiedlichen Symptomen. Sehr häufig kommen starke Entzündungen der Haut und eine Vergrößerung aller Lymphknoten vor. Ebenfalls häufig kommt es durch die Abwehrreaktionen des Hundes zu Schäden der Nieren. Ist ein Hund an der Leishmaniose erkrankt, ist diese Erkrankung nicht mehr heilbar und eine Therapie nur auf die Reduktion der Symptome gerichtet. 

Deswegen ist ein Schutz vor dieser Erkrankung bei Reisen in den Mittelmeerraum sehr wichtig. neben den Schutzmaßnahmen gegen den Überträger in Form von Halsbändern oder Spot-on Präparaten gibt es jetzt erstmals in Europa einen Impfstoff speziell gegeben die Leishmaniose. Damit ist es jetzt möglich, erstmals auch gegen den Erreger, die Leishmanien, gezielt einen Schutz durch eine Impfung zu erreichen. 

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