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Flohbefall bei Hunden

Wissenswertes zum Flohbefall bei Hunden

Flöhe gehören zu den häufigsten Parasiten unserer Haustiere. Somit ist Flohbefall bei Hunden keine Seltenheit. Die kleinen Plagegeister halten sich gerne im Haarkleid auf und finden dort gute Bedingungen um sich zu verstecken. Ein geringgradiger Flohbefall bleibt zunächst meist unentdeckt und kann sich aufgrund der raschen Vermehrung zu einer richtigen Flohplage ausweiten.

 

Ihr Hund hat Flöhe und Sie wollen wissen, wie es dazu kommen konnte.

Meistens werden Flöhe von „draußen“, beim Spaziergang mit dem Hund eingeschleppt. Die Flöhe springen aus der Umgebung auf den Hund und finden in der Wohnung optimale Bedingungen, um sich zu vermehren. In seltenen Fällen kann auch ein Besucher-Tier verantwortlich sein, das unbemerkt Flöhe mitgebracht hat.

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, wie ein Hund Flöhe bekommt.

Zum einen können wir als Menschen die ungebetenen Untermieter als kurzfristiger „Transporter“ mit in die Wohnung gebracht haben, die dann den Hund als Wirt bevorzugen. Zum anderen können die Flöhe über die Terrassen- oder  Balkontür eingedrungen seien. Diese Flöhe stammen von Katzen oder anderen Tieren, die durch den Garten gewandert sind, oder von Vögeln, die den Balkon besucht haben.

 

Welche Folgen kann ein Flohbefall bei Hunden haben?

Flohbefall ist nicht nur unangenehm. Der Flohstich selbst kann Hautirritationen mit Juckreiz oder allergische Reaktionen hervorrufen. Verantwortlich ist der Flohspeichel, der bei empfindlichen Tieren starke Reaktionen bis hin zu großflächigen Hautveränderungen auslösen kann. Diese Ekzeme mit Haarausfall, Pusteln, Rötungen und Schuppen bedürfen einer langfristigen Behandlung in Absprache mit dem Tierarzt. Tierbesitzer sind überrascht, wie lange Flohbisse jucken, obwohl der ursächliche Flohbefall schon erfolgreich bekämpft worden ist. Häufig tritt erst nach Abheilung der Hautreizungen wieder Ruhe ein. Bei bereits sensibilisierten Hunden kann ein einzelner Flohstich ausreichen, um erneute Reaktionen auszulösen.

Flöhe können beim Hund außerdem den Gurkenkern-Bandwurm übertragen, so dass nach einer erfolgreichen Flohbehandlung auch eine nachfolgende Entwurmung wichtig ist.

Haben die Flöhe sich erstmal ungehindert in der Wohnung vermehrt, bleiben auch die Menschen von Flohstichen nicht verschont. Die Flöhe schlagen insbesondere während der Nachtruhe zu.  Charakteristisch sind hierbei die „Flohstichketten“, eine Anzahl von in Reihe dicht beieinander liegenden Stichen.

 

Flohbefall nicht nur am Tier sondern auch in der Umgebung.

Wussten Sie, dass nur 5 % der vorhandenen Flohpopulation als ausgewachsener Floh am Tier lebt? Sie bilden die Spitze des Eisbergs, die restlichen 95 % befinden sich als Eier (50 %), Larven (35 %) und Puppen (10 %) in der unmittelbaren Umgebung des Flohträgers.

 

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Um im Verdachtsfall das Ausmaß der Flohplage abschätzen zu können, stellt sich die Frage, wie sehen Flöhe, Floheier und Flohlarven beim Hund aus.

Flöhe sind hell– bis dunkelbraun gefärbte, etwa 3 mm lange flügellose Insekten mit seitlich abgeflachtem Körper.

Schon nach dem ersten Flohbiss und Blutaufnahme des weiblichen Flohs erfolgt die Eiablage auf dem Hund. Die Eier - bis zu 50 Stück pro Flohweibchen am Tag - fallen aber kurze Zeit später aus dem Fell überall dort hin, wo sich das Tier aufhält. Die meisten Floheier finden Sie also auf dem Boden und besonders an den Lieblingsplätzen der Haustiere, sind aber aufgrund Ihrer Größe (< 0,5 mm) mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nach nur wenigen Tagen schlüpfen die beinlosen weißen Flohlarven (1- 5 mm), die sich umgehend aktiv vor dem Licht in tiefe Schichten von Teppichen, Polstern und z. B. in Holzritzen verkriechen und daher häufig erst bei Massenbefall auffallen.

Erwachsene Flöhe können wenige Monate alt werden, und Flohweibchen legen etwa 50 -100 Tage Eier. Bei den günstigen Bedingungen in Wohnräumen reift die neue Generation innerhalb von drei bis fünf Wochen heran. Aus einem einzigen Floh werden so in vier Wochen 100 neue Flöhe und in acht Wochen sogar 1.000 Flöhe. Wie viele Flöhe beim Hund zu finden sind, kann sich somit in kürzester Zeit dramatisch verändern.

 

Wie erkennt man Flöhe beim Hund?

Häufige Fragen von Tierhaltern sind: „Hat mein Hund Flöhe?“ und „Wie behandle ich meinen Hund wenn er Flöhe hat?“. Vereinzelte erwachsene Flöhe bleiben aufgrund der geringen Größe von etwa 3 mm im Fellkleid zumeist unentdeckt. Erste Anzeichen können eine vermehrte Unruhe und häufiges Kratzen sein, da der Flohbefall unangenehm für den Hund ist. Zeigen sich bei der näheren Untersuchung Rötungen der Haut und Haarausfall sind dies weitere Hinweise. Der Flohbiss führt in der Haut zu Entzündungen und allergischen Reaktionen, begleitet von Juckreiz, und in Folge des häufigen Kratzens kommt es zu vermehrten Haarausfall. Anders als bei Katzen, tritt Flohbefall beim Hund in der Regel mit ausgeprägtem Juckreiz in Erscheinung. Weitere Erkenntnisse kann die Untersuchung mit einem Flohkamm, zum Nachweis von Flohkot bringen.  

Wie aber sieht Flohkot beim Hund aus? Wenn Sie Ihr Tier regelmäßig mit einem Flohkamm (dieser hat besonders kleine Abstände zwischen den Zinken) kämmen, wird Ihnen bei Flohbefall zuerst Flohkot – kleine schwarzbraune „Krümel” – auffallen. Wenn diese auf ein feuchtes, weißes Tuch gebracht werden, hinterlassen sie rote Flecken durch die darin enthaltenen Blutbestandteile. Manchmal werden Sie auch einen einzelnen Floh beim Kämmen entdecken, der sich laufend (selten hüpfend) in dichteres Fell flüchtet.

 

Die beste Strategie – Prophylaxe gegen Flohbefall beim Hund.

Um eine Flohplage erst gar nicht entstehen zu lassen, können Hunde mit Flohmitteln vorbeugend behandelt werden. Die Arzneimittel sind als Spot-on Pipetten (Nackentropfen), Tabletten, Halsbänder oder aber auch als Spray erhältlich. Wichtig für einen wirksamen Schutz ist, dass die verwendeten Arzneimittel gemäß den Herstellerangaben angewendet und die Behandlungen in den vorgeschriebenen Zeitintervallen wiederholt werden. So wird sichergestellt, dass ein Floh, der auf den behandelten Hund springt, zeitnah abgetötet wird und sich keine Flohpopulation in der Wohnung entwickelt.

 

Was tun, wenn der Hund Flöhe hat und was hilft am besten?

Wenn Sie bei Ihrem Hund Flöhe festgestellt haben, ist konsequentes Handeln gefragt. Am besten hilft gegen Flöhe beim Hund eine zweigleisige Strategie, die Flöhe am Tier und in der Umgebung bekämpft.

 

Flohbekämpfung am Tier

Flohmittel zur Anwendung am Tier haben das Ziel, möglichst rasch alle auf dem Tier vorhandenen erwachsenen Flöhe abzutöten. Eine erneute Eiablage und eine sich ausweitende Flohplage werden unterbunden, und durch den Flohbefall verursachte Hautreaktionen können abklingen, da weitere Flohstiche unterbleiben. Zur Wahl stehen verschiedene Anwendungsformen, die in den angegebenen Behandlungsintervallen über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten wiederholt werden sollen, um einem erneuten Flohbefall vorzubeugen.

Spot-on Pipetten: Mit den Pipetten werden Tropfen auf die Haut aufgetragen. Der Wirkstoff wird entweder über die Haut resorbiert und vom Floh bei der Blutmahlzeit aufgenommen, oder ein Wirkstofffilm breitet sich innerhalb eines Tages über die gesamte Köperoberfläche aus. Bei einigen Arzneimitteln, wie z. B. Effipro®, findet keine nennenswerte systemische Resorption statt, und die Flöhe werden durch Kontakt mit dem in Haut und Haaren gespeicherten Wirkstoff abgetötet.

Tabletten: Nachdem der Hund die Tablette bekommen hat, gelangt der Wirkstoff ins Blut und tötet den Floh mit der nächsten Blutmahlzeit ab.

Spray: Die wirkstoffhaltige Spraylotion wird direkt aufs Fell gesprüht oder mit einem Handschuh ins Haarkleid eingerieben. Der Wirkungseintritt erfolgt rasch, da keine weitere Verteilung mehr erfolgen muss, und kann, wie z. B. bei Effipro® Spray, auch schon bei Hundewelpen ab einem Alter von zwei Tagen sicher angewendet werden.

Halsbänder: Flohhalsbänder sind zur Behandlung eines akuten Flohbefalls eher ungeeignet, da die Wirkstoffverteilung über die gesamte Körperoberfläche nach Anlegen des Halsbandes etwa eine Woche dauert und der gewünschte Effekt zeitverzögert eintritt. Der Vorteil von Halsbändern liegt in der vorbeugenden Behandlung mit einer über Monate anhalten Wirksamkeitsdauer. 

 

Umgebungsbehandlung bei Flohbefall

Um den Flohkreislauf in der Umgebung zu unterbrechen, ist regelmäßiges Staubsaugen und Wischen notwendig, um die Entwicklungsstadien der Flöhe zu beseitigen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Liege- und Schlafplätze der Haustiere gelegt werden. Decken und Kissen sollten bei höchst-möglicher Temperatur gewaschen oder für mindestens zwei Tage in die Tiefkühltruhe gelegt werden. 

Häufig reichen diese Hygienemaßnahmen allein nicht aus, um den Flohbefall zeitnah zu beseitigen, da bereits eine Vielzahl von Entwicklungsstadien der Flöhe in der Umgebung zu finden sind.

Abhilfe schafft in solchen Fällen der Einsatz von Umgebungssprays und Verneblern, die gezielt zur Flohbekämpfung entwickelt worden sind (z. B. Indorex® Defence). Eine Wirkstoffkombination mit einem Entwicklungshemmer tötet hierbei nicht nur die erwachsenen, hüpfenden Flöhe, sondern auch die in der Umgebung weit häufiger anzutreffenden Entwicklungsstadien, wie Floheier und -larven. Durch den Einsatz wird sichergestellt, dass keine neuen Flöhe nachschlüpfen und Tier und Mensch nicht erneut belästigen. Bei korrekter Anwendung von Indorex® Defence reicht eine einmalige Anwendung, um langfristig den Flohbefall in der Umgebung zu unterbrechen. 

 

Hilfe, mein Hund hat immer wieder Flöhe.

In Einzelfällen berichten Tierhalter trotz Flohbekämpfung über die weitere Sichtung von Flöhen, oder dass nach anfänglichem Erfolg der Hund immer wieder Flöhe hat. Eine Checkliste kann helfen, Fehler bei der Flohbehandlung zu identifizieren.

Checkliste Fehlerquellen Flohbekämpfung:

Behandlung am Tier:

  • Arzneimittel zur Flohbehandlung wurde nicht richtig angewendet
  • Empfohlene Behandlungsintervalle wurden nicht eingehalten
  • Behandlungszeit (mindestens über vier Monate) ist zu kurz gewählt worden
  • Nicht alle Tiere im Haushalt wurden behandelt

Umgebungsbehandlung:

  • Umgebungsbehandlung wurde nicht oder nur unzureichend durchgeführt (unberücksichtigte betroffene Bereiche)
  • Anwendungsempfehlungen der Hersteller wurden nicht im vollen Umfang beachtet
  • Keine ausreichenden begleitenden Hygienemaßnahmen (Staubsaugen, Wischen, Waschen)

 

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